Der Schlafapnoe-Kämpfer Wieder leben
Meine Geschichte · Wie alles begann

Warum ich 83 Sekunden nicht atmete und was du daraus lernen kannst

von Marc Partipilo · Zertifizierter Schlafcoach Aktualisiert im Juli 2026 3 Min. Lesezeit
Wie alles begann: der Weg zur Schlafapnoe-Diagnose

2020 erhielt ich die Diagnose obstruktive Schlafapnoe. Meine Geschichte fängt jedoch früher an. Deswegen hole ich an dieser Stelle weiter aus.

Schnarchen, bis der Arzt kommt

Ich schnarche schon lange. Wahrgenommen habe ich es ab dem Erwachsenenalter. Ich wusste auch, dass es von Jahr zu Jahr schlimmer wurde.

Im Frühjahr 2019 sprach mich meine Frau darauf an. Ihre vorherigen Hinweise auf meine Atemaussetzer ließen mich nicht panisch werden. Eines Morgens hielt sie mir ihr iPhone unter die Nase. Sie zeigte mir Videoaufnahmen mit meinen Atemaussetzern.

Ich war geschockt, das weiß ich noch. Das Erschreckendste daran war die lange Zeit, die ich nicht atmete: Das waren bis zu 83 Sekunden. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich mich dringend untersuchen lassen sollte.

Diese Untersuchung änderte alles

Im Juni 2019 war ich im Rahmen einer Vorsorgekur in einer Klinik am Bodensee. Bei der ärztlichen Eingangsuntersuchung bot mir mein Arzt ein „kleines" Schlafscreening an.

Über Nacht bekommst du da ein Aufzeichnungsgerät um den Bauch und die Brust geschnallt. Es zeichnet deine Atmung, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und die Schlafposition auf. Da ich ohnehin wusste, dass mein Schlaf nicht erholsam war, entschied ich mich, diese Untersuchung mitzumachen.

Das erschreckende Ergebnis des Schlafscreenings

Im Ergebnis zeichnete das Gerät durchschnittlich über 35 Atemaussetzer pro Stunde auf. Mir wurde schlecht, als ich mir die Zahlen vor Augen hielt.

Der behandelnde Arzt meinte überraschenderweise bei der Besprechung, dass er keinen zwingenden Handlungsbedarf sieht, obwohl es sich um eine schwere obstruktive Schlafapnoe handelte. Ich frage mich bis heute, wie er darauf gekommen ist.

Lass dich nicht unterkriegen

Der Entschluss, dass ich mich um die Atemaussetzer und meine Gesundheit kümmern werde, war damit gefasst. Auch wenn der Kurarzt anderer Meinung war. Nach der Kur ging ich gleich zum Hausarzt. Er überwies mich zur weiteren Abklärung in ein Schlaflabor.

Ich bin froh, dass ich beim Hausarzt war.

Was du aus meiner Geschichte mitnehmen kannst: Nimm beobachtete Atemaussetzer ernst, auch wenn jemand abwinkt. Hol dir im Zweifel eine zweite Meinung. Wenn du dich gerade fragst, ob deine Anzeichen dazu passen: Die typischen Schlafapnoe-Symptome habe ich dir zusammengefasst, und der kostenlose Selbsttest gibt dir eine erste Orientierung. Wie meine Geschichte mit der CPAP-Maske weiterging, liest du im zweiten Teil: Der Aha-Moment.

Wichtig: Dieser Artikel ist mein persönlicher Erfahrungsbericht. Er ersetzt keine ärztliche Beratung und keine Diagnose. Bei Verdacht auf Schlafapnoe wende dich an deine Hausärztin, deinen Hausarzt oder ein Schlaflabor.

Erstveröffentlichung: Januar 2022 · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Marc Partipilo, der Schlafapnoe-Kämpfer
Zertifizierter Schlafcoach · Seit 2020 in CPAP-Therapie · Porträt KI-generiert

Schwere obstruktive Schlafapnoe, Diagnose 2020. Heute helfe ich Betroffenen, mit ihrer Therapie klarzukommen. Fragen zu diesem Artikel? Stell sie in der kostenlosen Community, dort antworte ich persönlich.

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